Kinderschutz an Schulen

Die Möglichkeiten für gelingenden Kinderschutz liegen nicht ausschließlich bei den Jugendämtern. Schulen können im Bereich Kinderschutz einen zentralen Baustein darstellen. Die Schüler:innen sind hier über längerfristige Zeiträume, Lehrer:innen und Schulsozialarbeiter:innen haben somit die Möglichkeit Veränderungen, die über einen längeren Zeitraum dauern, bei den Kindern und Jugendlichen wahrzunehmen. Gleichzeitig haben Schüler:innen in den Schulen vor Ort vertraute Ansprechpartner:innen unter Mitschüler:innen, Lehrkräften und Schulsozialarbeiter:innen.

Das sind gute Voraussetzungen für das, was Kinder und Jugendliche benötigen, die von einer Kindeswohlgefährdung betroffen sind: Vertrauen, um sich mit diesen sensiblen Informationen gegenüber dritten zu öffnen.

Mit dem §4 KKG haben Lehrer:innen die Möglichkeit, sich aktiv am Kinderschutz zu beteiligen, sich durch insoweit erfahrene Fachkräfte beraten zu lassen und dem Jugendamt Informationen mitzuteilen. Um diese Möglichkeiten nutzen zu können, benötigen Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter:innen Handlungssicherheit, die wir mit unserem Angebot vermitteln wollen.

Ziel: die Teilnehmer:innen kennen die Möglichkeiten um einer Kindeswohlgefährdung in der Schule adäquat zu begegnen und Schüler:innen effektiv helfen zu können.

Inhalte: 

  • §4 KKG in Abgrenzung zu §8a Abs. 4 SGB VIII
  • Formen der Kindeswohlgefährdung
  • Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe
  • Aufgaben der insoweit erfahrenen Fachkraft
  • Möglichkeiten zur Erörterung einer Kindeswohlgefährdung
  • Fallbezogene Kooperation mit Schulsozialarbeiter:innen
  • Praxisfälle

Zeit: 1-tägiges Seminar, 09:00 Uhr - 16:00 Uhr